| Die hohe Kunst, vom Streit zur Übereinkunft zu geleiten. |
Ein Konflikt ähnelt im Wesen einem Batzen Hefeteig: Läßt man ihn ruhen, quillt er auf zu einem Vielfachen seines eigentlichen Ausmaßes. Zwischen 15 und 20 Prozent der Berufstätigen liegen laut Demoskopie im Clinch mit Chefs und Kollegen. Viel Ärger gärt energieverschwendend vor sich hin.
Mehr und mehr Organisationen vertrauen auf Streitschlichtung oder Mediation. Sie kommt auch in Unternehmensberatung und Personalentwicklung zum Einsatz.
Die freiwillige Teilnahme aller Beteiligten ist unabdingbar in der Schlichtung. Das unterscheidet sie vom Konfliktgespräch, zu dem man gegebenenfalls herbei zitiert werden kann. Ziel ist eine Lösung, mit der alle Beteiligten "leben können". Sich einverstanden zu erklären mit einer Mediation, setzt von den Streitparteien Bereitschaft zur Offenheit voraus.
Mediation ist weithin bekannt und hoch angesehen, wird aber noch selten angewandt. Fünf Sitzungen sind in der Regel nötig, um einer Mediation zum nachhaltigen Erfolg zu verhelfen. Sie ist äußerst effektives Kurzverfahren.


